Giuseppe Verdi Lebenslauf

Geschichte

21. Mai '20

10 Aufrufe

Erstelle einen Lebenslauf zu Giuseppe Verdi

Giuseppe Verdi Lebenslauf

Giuseppe Verdi stammt aus einem ländlich-dörflichen Milieu. Er wurde am 9. Oktober 1812 in Roncole in der Nähe von Busseto in Oberitalien geboren, wo seine Eltern eine Gastwirtschaft betrieben. Verdi hat es nie leicht gehabt - schon in seiner Kindheit nicht. Musik bedeutet in seiner Familie wenig, da sein Vater war ein einfacher Wirt war. Erst ein Organist aus dem Nachbarstädtchen fördert Giuseppe Verdis Talent. Mit 19 Jahren bewirbt er sich am Konservatorium in Mailand, wird jedoch abgelehnt. Die großzügige Unterstützung eines wohlhabenden Mäzens aus Busseto, Antonio Barezzi, ermöglichte es Verdi, seine Ausbildung ab 1832 in Mailand fortzusetzen Hier kam Verdi zum ersten Mal mit der Oper in Berührung. Zurück in Busseto heiratete er 1836 die Tochter seines Gönners und bereitete die Uraufführung seiner ersten Oper „Oberto“ vor, die 1839 an der Mailänder Scala zum ersten Mal gegeben wurde. Der Erfolg war so groß, dass Verdi sogleich den Auftrag für eine weitere Oper bekam. Dem so hoffnungsvollen Beginn als Opernkomponist folgte eine tiefe Krise. Im April 1840 erkrankte plötzlich sein Sohn, niemand wusste woran, und starb wenig später. Einige Tage darauf starb auch seine Tochter und im Juni verstarb auch noch seine Ehefrau. Binnen weniger Wochen war Verdis gesamte Familie gestorben. Verdi dachte ernsthaft daran, das Komponieren ganz aufzugeben. Es gelang ihm jedoch, sich mit der Komposition von „Nabucco“ aus dieser Krise zu befreien. Die Uraufführung des Werkes im März 1842 geriet zu einem überwältigenden Erfolg und brachte Verdi den künstlerischen Durchbruch als Komponist.

Es folgten nahezu zwei Jahrzehnte unablässiger, angestrengter Arbeit – Verdi sprach in der Rückschau von seinen „Galeerenjahren“ – in denen er fast jedes Jahr eine neue Oper schuf. Immer auf der Suche nach neuen Opernstoffen nahm Verdi lebhaft Anteil an der literarischen Romantik und ließ sich von den Entwicklungen der Pariser Großen Oper anregen. Zu den weiteren bedeutenden Werken, die Verdi in den Jahrzehnten bis 1870 erschuf: "Ein Maskenball" (1859), "Die Macht des Schicksals" (1862), "Don Carlos" (1867) und "Aida" (1871). Zu seinem neuen zweiten Leben gehörte auch eine neue Liebe: Die Primadonna Giuseppina Strepponi, die schon in der Uraufführung von "Nabucco" gesungen hatte. 1859 heirateten die beiden.

Den unumstrittenen Höhepunkt dieser Schaffensphase bilden die Jahre 1851 bis 1853, in denen Verdi mit „Rigoletto“, „Il Trovatore“ und „La Traviata“ drei Werke schuf, die bis heute zum Kernbestand jedes Opernhauses gehören. Neben dem künstlerischen Schaffen widmete er sich der Bewirtschaftung seines Landgutes in Sant’Agata in der Nähe seines Geburtsortes, engagierte sich für die italienische Unabhängigkeitsbewegung und ließ sich als Abgeordneter in das erste italienische Parlament wählen. Mit zwei großartigen Alterswerken, „Otello“ und „Falstaff“, die 1887 und 1893 uraufgeführt wurden, gelang es Verdi, seinem Schaffen noch neue, ungeahnte Seiten hinzuzufügen. In ihnen zeigt sich ein Verdi, der endgültig alle Konventionen abgestreift hatte und der niemandem mehr gefallen musste.

Dementsprechend durchkomponiert wirkt auch die Musik. Die Opern steuern nicht mehr auf einzelne Nummern zu, die Arie steht nicht im Vordergrund, sondern die dramatische Handlung, die vollständig in Musik übersetzt ist. Kritiker merkten deshalb auch an, Verdi habe sich damit in die Nähe Wagners begeben.

Auch kompositorisch zeigt sich Verdi in neuem Gewand. Die beiden Werke sind harmonisch vielfältiger, subtiler und damit letztlich ausdrucksstärker als seine bisherigen Opern.

Am 27. Januar 1901 starb der Komponist im Alter von 87 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls. Den größten Teil seines Vermögens hinterließ er seiner Stiftung für alte und invalide Musiker.

In jeder seiner Opern bringt Giuseppe Verdi große Gefühle auf die Bühne. Dort wird getobt und gemordet, aber auch gelacht und gescherzt - begleitet von den schönsten Melodien. Aus diesem Zusammenwirken erwächst die überwältigende Wirkungskraft und Ausdrucksintensität seiner Opern. So unstreitig die Oper im Zentrum von Verdis Schaffen steht, darf man dieses doch nicht ganz auf diese Kunstform, denn mit dem „Streichquartett“, dem „Requiem“ und den „Quatri pezzi sacri“ hat er auch auf anderen Feldern bedeutende Meisterwerke hinterlassen.

Die Stellung eines Opernkomponisten wurde von Verdi grundlegend verändert. Im älteren Opernbetrieb war der Komponist ein Handwerker unter anderen, der seinen Anteil am Zustandebringen eines neuen Stückes erbrachte. Verdi hingegen begriff sich als unabhängigen Schöpfer seiner Werke, dem andere, vom Librettisten bis zum Dirigenten, einen oft genau umrissenen Dienst zu erbringen hatten. Ähnlich umstürzlerisch verhielt er sich in finanziellen Dingen. Während es für einen Komponisten üblich war, seine Partituren direkt an einen Auftraggeber zu verkaufen, überließ Verdi einem Theater lediglich die Uraufführungsrechte und nahm die weitere Verwertung zusammen mit seinem Verleger Giulio Ricordi selbst in die Hand. An den Klavierauszügen und den weiteren Aufführungen seiner in ganz Europa populären Opern konnte Verdi so ein Vielfaches von dem verdienen, was selbst für einen Meister wie Rossini einst denkbar gewesen war.

Giuseppe Verdi

Musik

Lebenslauf

Romantik

Musiker

Oper

Bekannt


Unzufrieden?

Wenn dir ein Fehler aufgefallen ist oder du glaubst, dass die gezeigten Inhalten unangemessen sind oder gegen Rechte dritter verstoßen schreibe uns eine E-Mail, in der du deine Bedenken erläuterst. Wir bearbeiten solche Anträge schnellstmöglich.

E-Mail schreiben